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2 Fotoausflüge an einem Wochenende oder wie entstehen so meine Fotos?

2 Fotoausflüge an einem Wochenende oder wie entstehen so meine Fotos?

Was geht mir so durch den Kopf, wenn ich fotografiere?

Anfang Oktober war ich endlich mal wieder für ein langes Wochenende an der Küste und habe natürlich auch die Zeit für ein paar Fotoausflüge genutzt. Die Tage waren eher ausgeplant, aber die Sonnenaufgangszeit gehörte mal wieder mir ganz alleine. Und damit Ihr auch etwas davon habt, gibt es heute hier im Blog nicht nur die fertigen Bilder, sondern ich erzähle Euch auch, was mir so dabei durch den Kopf ging, was mich gestört hat und was ich wie gemacht habe. Vielleicht lernt der Eine oder Andere ja von Euch was dabei. Für alle Anderen gibt es nur ein paar schöne Fotos. 😉

Tag 1 – Samstag Morgen auf dem Dänholm bei Stralsund

Los gefahren bin ich in Allerherrgottsfrühe in Berlin und war kurz vor Sonnenaufgang an meinem geliebten Fotospot. Für mein erstes Testfoto stand ich noch ziemlich seitlich auf dem Deich. So hatte ich zwar sehr schön die Farben des kommenden Sonnenaufgangs im Blick aber mich hat total der „Dreck“ im Vordergrund rechte Seite gestört.

Sonnenaufgang auf dem Dänholm - Versuch 01, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Weiter runter konnte ich aber auch nicht gehen, da der Untergrund ziemlich matschig war. Also hieß es, einen neuen Standpunkt suchen. Der war dann 40 Meter weiter auch relativ schnell gefunden. Hier empfand ich auch den Blick auf die Stegreste etwas harmonischer. Was mich aber immer noch gestört hat, waren die dunklen Bereiche oben im Himmel. Die aufkommende Sonne mit Ihrer Helligkeit hat voll zugeschlagen. Im unteren Bereich hat mir hier übrigens bereits ein Verlaufsfilter geholfen.

Sonnenaufgang auf dem Dänholm - Versuch 02, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Auch ein weiterer kleiner Rutsch nach links und mehr Weitwinkel (von 24mm auf 14mm) brachte da keine Lösung. Ok, das Problem mit der Helligkeit hätte ich jetzt auch mit einer Belichtungsreihe lösen können. Ich wollte aber eh schon lange meinen neuen Reversed Verlaufsfilter (Affiliate-Link) ausprobieren. Der ist ja genau für solche Momente gedacht. Man sieht sehr schön, wie jetzt die Helligkeiten oben und unten wieder etwas angehoben werden. Nun dumm ist immer noch, dass ich keinen schwächeren Filter habe. Der Effekt über dem Wasser ist mir etwas zu doll. Frank, du darfst kaufen gehen. Egal, nicht heute. Ich hatte mein Foto für den ersten Tag im Kasten und konnte ab zu Muttern frühstücken.

Sonnenaufgang auf dem Dänholm - Versuch 03, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Tag 2 – Sonntag Morgen auf der Schwedenschanze

Von dem Ort hatte ich schon viele Fotos gesehen (Danke an den Sundpiraten) aber ich selber war noch nie da gewesen. Zu meinen Kinderzeiten war es Sperrgebiet. Den Tag vorher bin ich am Nachmittag schon mal da gewesen, um zu schauen, wie ich da morgens hin komme. Tipp an der Stelle an Euch, wenn Ihr nicht genau wisst, wie Ihr zu Eurem Fotospot kommt, erkundigt Euch vorher. Ich konnte so mit dem Auto bis ans Wasser fahren.

Für das erste Foto habe ich versucht, die Lichter des Autos mit ins Foto einzubauen. Ich finde diese Farbkombination hier, Blaue Stunde mit orangegelben Scheinwerferlicht, ganz schön.

Blaue Stunde auf der Schwedenschanze - Versuch 01, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Das alleine reichte mir aber noch nicht. Ich wollte mehr und bin mit Stativ und Kamera rumgelaufen und habe verschiedene Blickwinkel ausprobiert. So richtig glücklich war ich nicht. Das beste Fotos aus dieser Serie war dieses hier. Fragt mich nicht warum aber mir fehlt in dem Foto einfach was. Ist halt Sonnenaufgang mit Holzstäben im Wasser, mehr nicht.

Blaue Stunde auf der Schwedenschanze - Versuch 02, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Weg vom Weitwinkel und das Tele in Stellung gebracht

Ok, das wird so heute hier nix mehr. Ich wechsle einfach mal auf Teleobjektiv und beobachte die Vögel ein wenig. Nach kurzer Zeit hatte ich dann das folgende Foto im Kasten „Vogel schläft noch“. Ja, so mag ich es.

Schlafende Vögel auf den Buhnen, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Mein Highlight für diesen Morgen sollte aber noch kommen. Ich hatte inzwischen einen Pfeiler entdeckt, den die Möwen immer wieder ziemlich zielstrebig ansteuerten. Kaum war die Eine angekommen, wurde sie von der Nächsten verjagt. Die Sonne war noch nicht so weit oben und ich suchte mir einen Standpunkt, der die Sonne genau hinter diesem Landeplatz platzierte. Schauen wir mal was geht.

Möwen in der aufgehenden Sonne, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)
Möwen in der aufgehenden Sonne, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Das sieht schon mal ganz gut aus. Jetzt hieß es nur noch warten und Serienaufnahme Feuer frei. Egal, was kommt, löschen geht ja ganz schnell wieder. Die Frage war nur, ob die Sonne zu schnell wieder weg war? Das folgende Foto beantwortete die Frage kurz danach. Mein Knallerfoto für diesen Morgen. Nur alleine dafür hat sich das Aufstehen schon gelohnt. 🙂 🙂 🙂

Yeah – ich hab Dich

Möwen in der aufgehenden Sonne, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Und nun, zu Hause schlafen noch alle. Erst mal einen Kaffee aus der Thermoskanne trinken. Danach zogen auch immer mehr Wolken auf und die Sonne versteckte sich gekonnt hinter dem Schleier. Die dabei entstehende Ansichten fand ich aber wiederum so schön, dass ich auch davon noch ein paar Fotos machen musste. Wer weiß, wozu man das mal braucht. Schön sind sie auf jeden Fall. Hier ein paar Fotos davon für Euch.

Serie – Sonne versteckt sich hinter den Wolken

So, das war es dann auch schon für heute. Ich hoffe, Euch hat der Beitrag und die Fotos gefallen. Wenn Ihr gerne mehr über die Fotografie lernen möchtet, kommt doch einfach zu einem meiner Fotokurse hier in Berlin. Im Juni bin ich auch für einen Fotokurs in Prerow. Ich würde mich freuen, wenn ich den Einen oder Anderen da treffe. Ich wünsche Euch jetzt erst einmal ein schönes Wochenende.

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