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Interner Blitz oder Aufsteckblitz – ein Vergleich – Teil 1

Interner Blitz oder Aufsteckblitz – ein Vergleich – Teil 1

Nachdem ich in meinem ersten Teil des Vergleiches ja eine alltägliche Situation draussen gewählt hatte, will ich mich im Teil zwei typischen Situationen innen widmen. Das Kind spielt im Zimmer und die Eltern wollen es dabei fotografieren oder es soll ein neues Porträt z.B. für die Großeltern erstellt werden.

Wie beim letzen Mal ist die Kamera auf Zeitautomatik (A bzw. AV) mit fester Blende und Matrixmessung eingestellt und die Bilder kommen so als JPEG aus der Kamera. Hier ist nix mit RAW und Bearbeitung im Spiel, nur original „Out of the cam“.

Fotografiert wurde mit einer Nikon D7100 SLR-Digitalkamera mit dem Objektiv Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G. Als Aufsteckblitz wurde ein Nikon SB-910 verwendet.

Testfotos Serie 1 für den Vergleich der beiden Blitze

Was fällt mir sofort auf, wenn ich die beiden ersten Bilder vergleiche? Das Foto mit dem internen Blitz weist leicht den Rote Augen Effekt auf, aber ich habe keinen hatten Schatten vom Gesicht auf dem Hals. Die Farben stimmen aber das Bild ist einfach überall gleich erhellt. Beim 2. Foto mit dem Aufsteckblitz ohne Diffusor wirken die Farben doch einen Ticken kälter und das ganze Foto scheint etwas dunkler. Das Gesicht wird gut aufgehellt und die roten Augen sind weg.

Das dritte Foto „Aufsteckblitz frontal mit Diffusor“ verleiht dem Foto etwas wärmere Farben (durch die Reflexionen an den Wänden, dem Teppich und den Möbeln) und gefällt mir bis hierher am besten. Wenn da nicht das 4.Foto wäre. Hier habe ich den Blitz senkrecht an die Decke (Höhe 3,40m, Farbe weiß) gerichtet und die Reflektorkarte ausgezogen. Das Gesicht erscheint nicht so platt und die Licht- und Schattenverläufe modellieren es schön heraus. Das Foto ist zwar ein wenig zu dunkel, aber das kann man leicht korrigieren.

Innenaufnahme mit internem Blitz

Innenaufnahme mit internem Blitz

Innenaufnahme mit Aufsteckblitz frontal

Innenaufnahme mit Aufsteckblitz frontal

Innenaufnahme mit Aufsteckblitz frontal mit Diffusor

Innenaufnahme mit Aufsteckblitz frontal mit Diffusor

Innenaufnahme mit Aufsteckblitz indirekt mit Reflektorkarte

Innenaufnahme mit Aufsteckblitz indirekt mit Reflektorkarte

Testfotos Serie 2 für den Vergleich

Bei der zweiten Aufnahmeserie verhält es sich ähnlich. Das erste Foto wirkt nur platt geblitzt, alles nur hell. Der Aufsteckblitz direkt kann aber, durch die geringe Entfernung zum Motiv, seine positive Wirkung gar nicht erst entfalten. Oben hell und unten dunkel stört hier sogar. Hier wäre eine längere Brennweite als 50mm und  damit mehr Abstand zum Motiv besser gewesen.

Interessant findet ich den Effekt vom Diffusor (Foto 3). Er macht das ganze Foto zwar ganz schön dunkel aber er verteilt hier das Licht, trotz der geringen Entfernung, besser im Gesicht. Mit einer aktivierten Blitzleistungskorrektur lässt sich die generelle Dunkelheit aber gut vermeiden.

Mein Sieger in dieser 2. Fotoserie ist wieder das 4.Foto. Das indirekte Blitzen erzeugt schöne Schattenverläufe im Gesicht und die ausgezogene Reflektorkarte erzeugt sogar einen winzig kleinen Augenreflex. Die Oma wird begeistert sein und die Eltern sind zufrieden. Wieder ein schönes Foto fürs Fotoalbum der Familie.

Innenporträt mit Blitz intern

Innenporträt mit Blitz intern

Innenporträt mit Aufsteckblitz frontal

Innenporträt mit Aufsteckblitz frontal

Innenporträt mit Aufsteckblitz frontal und Diffusor

Innenporträt mit Aufsteckblitz frontal und Diffusor

Innenporträt mit Aufsteckblitz indirekt und Reflektorkarte

Innenporträt mit Aufsteckblitz indirekt und Reflektorkarte

Blitzlicht aufhellen durch die Blitzlichtleistungskorrektur

Bleibt nur noch die Frage, wie kriege ich das 4. Foto noch einen Tacken heller? Dazu kommen wir später mal. Ich sage an dieser Stelle nur Blitzleistungskorrektur. Bis dahin habe ich hier auf die Schnelle die Fotos „Direkt + Diffusor“ und „Indirekt über die Decke“ nur nachträglich am Computer mit je 2/3 Blenden aufgehellt in Lightroom.

Innenporträt mit Aufsteckblitz frontal und Diffusor nachträglich aufgehellt plus 0,7

Innenporträt mit Aufsteckblitz frontal und Diffusor, am Computer Belichtung um +0,7 aufgehellt

Innenporträt mit Aufsteckblitz indirekt geblitzt, nachträglich aufgehellt plus 0,7

Innenporträt mit Aufsteckblitz indirekt und Reflektorkarte, am Computer Belichtung um +0,7 aufgehellt

Muss es umbegingt so ein schweineteurer SB-910 sein? Nein, es gibt inzwischen auch genug Alternativen von Yongnuo zum Beispiel den YONGNUO SPEEDLITE YN565EX für Nikon oder den Yongnuo E-TTL Blitzgerät YN-568EX II für Canon.

Wollt Ihr mehr über das Fotografieren mit Blitz lernen? Dann kommt doch zum meinem Fotokurs „Fotografieren mit Blitz – Einführung“.

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