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Test Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite – Teil 1

Test Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite – Teil 1

Während meiner Fotokurse hier in Berlin oder auswärts kommen wir auch immer auf das Thema Objektiv (Festbrennweite oder Zoomobjektiv bzw. Kitlinse) zu sprechen. Dabei sage ich den Teilnehmern meistens: „Die aktuellen Kameras sind heute alle auf einem technisch sehr hohen Niveau. Was aber extrem wichtig ist, ist das Glas vorne dran.“ In dieser Artikelserie will ich ein paar Unterschiede mal genauer zeigen und erläutern.

Damit das Ganze auch praxisnah passiert, habe ich mir von einer guten Freundin mal ein Nikon D5100 Kit inkl. AF-S DX 18-55 mm VR Objektiv  (alle Links sind Affiliate Links) geborgt. Als Festbrennweite für diesen Test nutze ich ein Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G Objektiv. Das hier Gesagte gilt natürlich nicht nur für Nikon Fotografen. Auch für Canon, Sony und wie sie alle noch so heissen gilt es ohne Einschränkungen.

Test Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite – Teil 1

Im Teil 1 des Vergleichs will ich mal das Freistellungsverhalten der beiden Objektive in verschiedenen Alltagssituationen untersuchen. Gerade wenn es um das Fotografieren von Menschen geht, möchte jeder eigentlich einen unscharfen Hintergrund. Dafür muss der Fotograf aber in der Lage sein, mit einer offenen Blende (wenig Schärfentiefe) zu fotografieren. Bei der Festbrennweite ist das kein Problem. Blende 1.8 eingestellt und los geht’s. Das Kitobjektiv hat bei einer Brennweite von 50mm aber nur die Blende 5.6 und größer zur Verfügung. 🙁 Schaut Euch einfach mal die beiden Portraits von Debby an. Seht ihr den Unterschied?

Vorteil der Festbrennweite – Freistellen im Portrait Bereich

Debby Portrait mit Kitobjektiv - Blende 5.6

Kitobjektiv mit Blende 5.6

Debby Portrait mit Festbrennweite - Blende 1.8, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Festbrennweite mit Blende 1.8

Wenn wir auf den Inhalt des Regals schauen, so hat es die Festbrennweite geschafft, diesen schön weich auszublenden. Das lenkt weniger vom Hauptmotiv ab.

Wofür dieses ausgeprägtere Freistellungsverhalten gut ist, will ich in ein paar Alltagssituationen zeigen. Situation 1: Papa oder Mama beobachten die Kinder im Kinderzimmer beim Spielen und wollen ein paar schöne Erinnerungsfotos für’s Familienalbum fotografieren. Das Kinderzimmer sieht meistens so aus, als hätte gerade ein Bombe eingeschlagen und das Chaos regiert die Welt. Das ist kein guter Ausgangspunkt für ein Foto ohne vom Hauptmotiv eher ablenkenden Störungen. „Siehst du da hinten den Kram in der Ecke?“ 😉 In dieser Situation, kann Euch die Festbrennweite wieder helfen, Störenfriede auf dem Foto einigermaßen weich auszublenden.

Vorteil Offenblende in der Alltagssituation – Störenfriede ausblenden

Kinderzimmer mit Kitobjektiv - Blende 5.6, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Kitobjektiv mit Blende 5.6

Kinderzimmer mit Festbrennweite - Blende 1.8

Festbrennweite mit Blende 1.8

Mit der Festbrennweite gelingt es mir hier wieder, ein wenig Ordnung in das Foto einziehen zu lassen. Sowohl der Vordergrund (Surfbrett und Co) als auch der Hintergrund (Blick durch die Fensterscheibe) treten bei dem Foto mit Festbrennweite nicht unangenehm  in den Vordergrund.

Dieses Freistellungsverhalten kann ich natürlich auch im Freien z.B. auf einem Spielplatz nutzen. Zum Einen blende ich wieder das Chaos der Klettergerüste, Rutschen usw. aus und was auch ganz wichtig ist, ich wahre die Privatsphäre der fremden Kinder, die auf dem Foto dann nicht erkennbar sind! Das ist in der heutigen Zeit auch ein wichtiger Punkt.

Mein letztes Beispiel für heute ist ein Blumenfoto. Ich bin die Tage mal einfach so durch die Gegend gelaufen und entdeckte in einem Garten noch eine Rose. Das Problem war, ich wollte weder den Zaun im Vordergrund noch die Häuserfassade im Hintergrund zu stark im Foto betonen. Hauptmotiv sollte alleine die Rose sein und nix sollte davon ablenken. Schaut Euch einfach wieder die 2 Fotos an.

Rose mit Kitobjektiv - Blende 5.6, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Kitobjektiv mit Blende 5.6

Rose mit Festbrennweite - Blende 1.8

Festbrennweite mit Blende 1.8

Test Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite – Teil 1 – Fazit

Was doch so ein bisschen Glas mit Offenblende alles ausmachen kann. Ich hoffe, ich konnte Euch in diesem ersten Teil des Vergleichs „Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite“ den Vorteil beim Freistellen von Motiven ein wenig nahe bringen, und Ihr seid schon ganz gespannt auf den nächsten Teil des Tests. Wenn ich Euch überzeugen konnte, würde ich mich freuen, wenn Ihr zum Bestellen einer Festbrennweite die folgenden Amazonlinks nutzt. Es hat für Euch keinerlei Nachteile und Ihr unterstützt mich ein wenig damit. Vielen Dank.

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