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Test Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite – Teil 2

Test Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite – Teil 2

Heute will ich wieder auf die Frage antworten: „Warum soll ich mir noch eine lichtstarke Festbrennweite kaufen? Ich habe doch im Set ein Kitobjekiv gleich mit gekauft.“. Wer den ersten Teil dieser Serie verpasst hat, kann hier was zum unterschiedlichen Freistellungsverhalten nachlesen. Wie immer gilt, das hier Geschriebene gilt natürlich nicht nur für Nikon sondern auch für Canon, Sony und Co. Ich zeige es nur am Beispiel Nikon.

Lichtstarkes Objektiv

Im heutigen Teil geht es um die Lichtstärke der beiden Linsen. Wieviel Licht kommt wirklich beim Sensor an und was hat das für Folgen? Dazu habe ich das Objektiv bei Blende 1.8 und bei Blende 5.6 fotografiert. Im linken Foto (Blende 1.8) sieht (oder ahnt) man die Blende fast nicht, da sie komplett offen ist. Anders im rechten Foto bei Blende 5.6. Da sieht man die Lamellen der geschlossenen Blende ganz deutlich. Jedem Betrachter wird sofort klar sein, dass mit der offenen Blende mehr Licht in der gleichen Zeit auf den Sensor kommt, als bei der geschlossenen Blende.

Vergleich Blendenöffnung f1.8 und f5.6

Blendenöffnung bei Blende 1.8

Blendenöffnung bei Blende 1.8

Blendenöffnung bei Blende 5.6

Blendenöffnung bei Blende 5.6

Blenderöffnung und Lichtmenge – Zusammenhang

Aber wie viel ist es denn nun? Mit jedem Blendenschritt halbiere oder verdopple ich das vorhandene Licht auf dem Sensor. Mache ich die Blende von f4.0 auf f2.8 auf, habe ich die doppelte Lichtmenge auf dem Sensor. Schliesse ich die Blende von f4.0 auf f5.6 kommt nur noch die Hälfte auf dem Sensor an.

Jetzt treibe ich das Spiel mal weiter. Von Blende f5.6 bis Blende f2.0 sind es 3 Blendenschritte. Das macht die 8-fache Lichtmenge. Mit der noch fehlenden 1/3 Blende (von f2.0 auf f1.8) komme ich ca. auf die 10-fache Lichtmenge wenn ich die Blende öffnen kann oder negativ gedacht, habe ich nur 1/10 der ursprünglichen Lichtmenge bei Blende 5.6 zur Verfügung. 🙁  Das mag noch kein Problem sein, wenn ich genug Licht habe z.B. am herrlichsten Sonnenscheintag. Was mache ich aber bei Indooraufnahmen oder bei schlechtem Wetter und abends?

Mehr Licht und ISO-Wert runter

Die Belichtungszeit kann ich nicht einfach über die Verwacklungsgrenze hinaus verlängern. Mir bleibt also nur die Erhöhung des ISO-Wertes mit allen seinen negativen Folgen. Die beiden folgenden Fotos zeigen den Unterschied sehr gut. Das erste Foto wurde bei ISO 1000 und das zweite Foto bei ISO 8000 aufgenommen.

Foto Vergleich

Aufnahme mit Blende 1.8 und ISO 1000, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Blende 1.8, ISO 1000

Aufnahme mit Blende 1.8 und ISO 1000, (1:1 Crop), (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Blende 1.8, ISO 1000, (1:1 Crop)

Aufnahme mit Blende 5.6 und ISO 8000, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Blende 5.6, ISO 8000

Aufnahme mit Blende 5.6 und ISO 8000 (1:1 Crop), (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Blende 5.6, ISO 8000 (1:1 Crop)

Wie auch beim letzten Mal wurden wieder alle Aufnahmen mit der geborgten Nikon D5100 gemacht. Es wurden auch nur die originalen JPEGs hier verwendet! Ist schon krass, was dabei so rum kommt und hier war es noch einigermassen hell. Stellt Euch mal vor, Ihr geht abends im Urlaub spazieren oder über den Weihnachtsmarkt (passt gerade). Da ist es noch dunkler und Ihr wollt trotzdem brauchbare Fotos haben. Da wird es mit der Kitlinse ganz schnell zappenduster.

Die letzen beiden Fotos zeigen noch einen anderen Vorteil der lichtstarken Festbrennweite gegenüber dem Kitobjektiv. Ich habe dazu mal die Weihnachtsschmückereien in der Nachbarschaft fotografiert.

Bokeh bei Blende 1.8, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Bokeh bei Blende 1.8 und ISO 400, (Foto copyright – Frank Weber – Berlin – fotologbuch.de)

Bokeh bei Blende 5.6, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Bokeh bei Blende 5.6 und leider wieder ISO 3200, (Foto copyright – Frank Weber – Berlin – fotologbuch.de)

Fast jeder will immer dieses schöne weiche unscharfe Licht im Hintergrund (oder wie ich neulich gelesen habe die Glitzerlichter). Der Hintergrund bei Blende 1.8 sieht viel harmonischer aus mit den unscharfen Lichtern im Strauch und im Geschenkgestell und lenkt weniger ab vom Hauptmotiv. Mit dem Kitobjektiv ist das nicht möglich. Hier ist die lichtstarke Festbrennweite klar im Vorteil.

Test Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite – Teil 2 – Fazit

Was doch so ein bisschen Glas mit Offenblende wieder alles ausmacht. Ich hoffe, ich konnte Euch auch im zweiten Teil des Vergleichs „Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite“ den Vorteil der Lichtstärke und des Bokehs ein wenig nahe bringen, und Ihr seid schon ganz gespannt auf den nächsten Teil des Tests. Wenn ich Euch überzeugen konnte, würde ich mich freuen, wenn Ihr zum Bestellen einer Festbrennweite die folgenden Amazonlinks nutzt. Es hat für Euch keinerlei Nachteile und Ihr unterstützt mich ein wenig damit. Vielen Dank.

Amazon Links – Danke für Eure Unterstützung

Wenn Ihr mehr über die Fotografie lernen möchtet, so kommt doch zu einem meiner Fotokurse hier in Berlin oder nach Mecklenburg-Vorpommern. Ich freue mich schon auf Euch und natürlich auch über Eure Kommentare hier im Blog.

2 Kommentare zu “Test Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite – Teil 2

  1. Oh schade, das sie so weit weg sind. Wohne in Cuxhaven.
    Habe ein Olympus E 500. Bin nur ein hobbyfotographin. Die Kamera macht super Draussenaufnahmen. Aber wenn ich mal auf ne Feier drinnen oder allgemein drinnen Fotos schießen will, geht es in die Hose.
    Wie ich schon sagte, schade, das sie nicht um die Ecke sind….
    Lg ihre Bich Kim-Mehren
    Die Beschreibung ist unentlich. Komme damit nicht klar….


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