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Fototipp – heranzoomen ist nicht das Gleiche wie näher rangehen? – Teil 01

Fototipp – heranzoomen ist nicht das Gleiche wie näher rangehen? – Teil 01

Ist heranzoomen beim Fotografieren nicht das Gleiche wie näher rangehen? Diese Frage wurde mir während einem meiner letzten Fotokurse einmal gestellt. Und da die Antwort auf diese Frage bestimmt auch für andere Fotografie Anfänger interessant ist, möchte ich diese Frage gerne auch in einem Blogbeitrag nochmal beantworten.

Fototipp – heranzoomen ist nicht das Gleiche wie näher rangehen? – Teil 01

Schaut Euch mal bitte die drei folgenden Testfotos hier an.  Wie sind sie entstanden? Ich habe das erste Foto mit einer geringen Brennweite von 48mm fotografiert und bin bei den anderen zwei Fotos immer ein Stück zurück gegangen und habe aber zum Ausgleich wieder etwas näher herangezoomt. Wichtig war mir dabei, dass der Kopf meiner Debby als Vordergrundmotiv ungefähr immer gleich groß im Foto abgebildet wurde. Als Bezugspunkt habe ich hier den Augenabstand genommen. Zur Kontrolle für mich gab es zwei Markierungen auf dem Kameradisplay.

Fototipp - Ran Zoomen ist nicht das Gleiche wie näher ran gehen - Testfoto mit Brennweite 48mm

48mm Brennweite Testfoto – Fototipp – heranzoomen ist nicht das Gleiche wie näher rangehen?

Fototipp - Ran Zoomen ist nicht das Gleiche wie näher ran gehen - Testfoto mit Brennweite 70mm

70mm Brennweite Testfoto – Fototipp – heranzoomen ist nicht das Gleiche wie näher rangehen?

Fototipp - Ran Zoomen ist nicht das Gleiche wie näher ran gehen - Testfoto mit Brennweite 145mm

145mm Brennweite Testfoto – Fototipp – Fototipp – heranzoomen ist nicht das Gleiche wie näher rangehen?

Brennweite – Perspektive – Abbildungsgröße

Wenn heranzoomen das Gleiche wie näher rangehen sein sollte, müßte ich ja immer ungefähr den gleichen Bildausschnitt bekommen. Wenn man sich die drei Fotos aber anschaut, wird man ganz schnell feststellen, dass das nicht der Fall ist. Zum einen ändert sich die Abbildung des Kopfes selbst (siehe auch mein Artikel Porträtfotografie – welche Brennweite nehme ich denn?) und zum zweiten ändert sich durch die unterschiedliche Brennweite auch die Perspektive.

Ihr könnt sehr gut erkennen, dass mein „Hintergrundmotiv Bücherregal“ anfangs anteilmässig noch mehr und verkleinert im Foto abgebildet wird. Achtet einfach einmal auf die Glückwunschkarte mit der 15 im Regal. Das Hintergrundmotiv wird also durch die geringere Brennweite im Weitwinkelbereich verkleinert im Foto wiedergegeben. Je mehr ich die Brennweite erhöhe, desto geringer wird diese Verkleinerung und der im Foto enthaltene Ausschnitt des Regals selbst wird dadurch auch immer kleiner, da das Regal im Hintergrund, durch die größere Brennweite (mehr Zoom) nicht mehr so stark verkleinert im Foto abgebildet wird.

Bei einer Brennweite im Weitwinkelbereich werden also Motivbestandteile die näher an der Kamera sind im Foto größer abgebildet, als Motivbestandteile im Hintergrund. Je mehr ich in den Telebereich gehe, umso mehr verschwindet diese Verkleinerung des Hintergrundes. Deshalb sieht das Gesicht von Debby auch bei der ersten Aufnahme etwas unförmig aus. 😉

Sehr gut kann man den Effekt der Perspektive auch auf diesem Foto hier erkennen. Obwohl sich der Hahn und das Huhn größentechnisch in der Realität gar nicht so sehr unterscheiden, so wirkt das Huhn im Hintergrund (ca. 1 m hinter dem Hahn) doch wesentlich kleiner.

Fototipp - Ran Zoomen ist nicht das Gleiche wie näher ran gehen, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Fazit – Fototipp – heranzoomen ist nicht das Gleiche wie näher rangehen

Damit bin ich für heute auch wieder am Ende des Beitrags angekommen. Ich hoffe, ich konnte Euch zeigen, dass heranzoomen eben nicht das Gleiche ist wie näher  rangehen, sondern dass sich beim Zoomen durch die Brennweite auch die Perspektive und die größentechnische Abbildung der Motivbestandteile im Vordergrund und Hintergrund ändert. Wie man das in der Praxis gestalterisch nutzen kann, schauen wir uns in einem späteren Blogbeitrag auch noch an.

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