Rucksackberliner, leidenschaftlicher Fotograf und Fototrainer. Ich habe diesen Fotografie Blog 2013 zum Leben erweckt. :-) Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.

Test Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite – Teil 3

Jun 17, 2016 | Ausrüstung

Heute soll endlich Teil 3 in meinem kleinen Wettkampf Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite folgen. Es geht weiter um die Frage, wann ist die Festbrennweite besser und warum? Schaut Euch einfach mal das folgende Foto an. Nein, es geht nicht um das Bokeh, sondern um das Scharfstellen. Es ist unscharf, da der Autofocus bei der Kitlinse nicht mehr funktionierte.

Kitlinse kontra Festbrennweite - Autofocus Performance , (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Autofocus und Lichtstärke beim Objektiv

Was hat denn bitte der Autofocus der Kamera davon, wenn ich in bestimmten Situationen besser die Festbrennweite nutze? Ganz einfach, der Autofocus braucht ganz viel Licht zum Finden der Kontrastkanten.

Am Tage ist das kein Problem aber abends oder in etwas dunkleren Räumen kann das Licht unter Umständen knapp werden und dann ist es schön, wenn das Objektiv vorne ein möglichst großes Loch hat.

Zum Messen für Autofocus und Belichtung ist das Objektiv immer komplett offen. Die Blende wird erst zum eigentlichen Fotografieren kurz geschlossen. 

Wenn Ihr in das folgende Foto schaut, werdet Ihr keine Blendenlamellen entdecken. So groß ist das Loch bei Blende f1.8 an der Festbrennweite.

Kitlinse kontra Festbrennweite Autofocus Performance - hier Blende f1.8, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Weniger Licht für den Autofocus

Die meisten Kitlinsen fangen aber erst bei Blende f3.5 an. Das sind 2 Blenden mehr. Ihr erinnert Euch an die Regel “eine Blende zu – halbe Lichtmenge”? Hier sind es schon 2 Blenden und damit hat dieses Objektiv in der kleinsten Zoom Einstellung nur noch ein Viertel des Lichts zum Messen zur Verfügung.

Hinweis: Das Foto dient nur als Vergleich der Öffnung bei Blende f3.5, damit Ihr besser erkennt, wieviel weniger Licht Euch beim Kitobjektiv praktisch zur Verfügung steht.

Kitlinse kontra Festbrennweite Autofocus Performance - hier Blende f3.5, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Treiben wir das Spiel noch ein bisschen weiter und versuchen einfach etwas näher ran zu zoomen, weil wir ein Detail fotografieren wollen. Schwups spring das Objektiv auf Blende f5.6. Wow, das sind 3 und eine Drittel Blenden mehr.

Die Festbrennweite kann unten diesen Bedingungen 10 Mal so viel Licht zum Messen nutzen. Schaut einfach mal in das kleine Loch bei Blende f5.6. Hinweis:

Das Foto dient nur als Vergleich der Öffnung bei Blende f5.6, damit Ihr besser erkennt, wieviel weniger Licht Euch beim Kitobjektiv praktisch zur Verfügung steht.

Kitlinse kontra Festbrennweite Autofocus Performance - hier Blende f5.6, (Foto copyright - Frank Weber - Berlin - fotologbuch.de)

Fazit Autofocus und Lichtstärke des Objektivs

Ich hoffe, jetzt wird klar, warum Euer Kitobjektiv unter bestimmten Situationen nicht mehr scharf stellen kann und der Autofocus Motor nur noch hin und her fährt. Ihm fehlt einfach das Licht zum Scharf stellen.

Damit Ihr den Ablauf noch mal besser nachvollziehen könnt, habe ich ein kleines Video gedreht. Ich hoffe, Ihr erkennt sehr gut, wann die Blende offen ist und wie sie erst im Moment des eigentlichen Fotografierens kurz auf die Arbeitsblende geschlossen wird.

Hinweis DSGVO: Das Video wird Euch nicht angezeigt? Falls Ihr das Video nicht sehen könnt, müsst Ihr vorher den Datenschutzbestimmungen von Google / Youtube zustimmen.

Das war es auch schon mit dem 3. Teil der Serie “Kitobjektiv gegen lichtstarke Festbrennweite”. Ich hoffe, es war hilfreich. Wer die anderen zwei Beiträge noch lesen möchte, kann das hier gerne nachholen:

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Fast in jedem meiner Fotokurse werde ich gefragt, womit ich meine Objektive reinige. Ich verwende seit vielen Jahren das Lenspen DSLR Pro Kit. Damit habe ich ein für mich optimales Set, um die Objektive und die Schraubfilter zu reinigen. Sehr schön finde ich hier auch die verschraubbaren Kappen für die Reinigungspads auf der einen Seite. Da kann sich nichts aus Versehen in der Fototasche lösen.

Zur Sicherheit würde das Set aber trotzdem nicht lose in der Fototasche transportieren. Eine einfache verschliessbare Plastiktüte ist da auch schon optimal. In der neuen Version liegt sogar noch ein Mikrofasertuch bei. Bitte denkt aber daran, diese Reiningungsstifte sollten auch alle paar Jahre bei Euch ausgetauscht werden. Ich habe meine "alte" Version jetzt auch wieder gerade durch die neue Generation ausgetauscht,

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